Samstag, 26. Juli 2014

Stockrose (Alcea rosea)

Meine erste Begegnung mit diesem wunderschönen Malvengewächs hatte ich in den Achtzigern in England. Sie war fast in jedem Vorgarten des südenglischen Küstenortes vorhanden. Ihr klangvoller, englischer Name "Hollyhock" ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben. Ich sammelte Samen von den unterschiedlichsten Farben und brachte diese in die Schweiz mit.

Bis dahin hatte ich Stockrosen (Alcea) nicht gekannt. Auf jeden Fall waren sie im Berner Oberland, wo ich aufgewachsen bin, nicht häufig. Ich war von den zarten Malvenblüten und den diversen, herrlichen Farbnuancen fasziniert. Ich zog mit Erfolg einige der Samen zu kräftigen Pflanzen heran. Vielleicht wurde damals das "Gartengen", welches in mir schlummerte, schon aktiviert...

Sämlinge sollten, wenn möglich, vereinzelt werden. Ein Verpflanzen ist wegen der langen Pfahlwurzel oft nicht erfolgreich.


In unserem ersten, eigenen Garten durfte somit die Stockrose natürlich auf keinen Fall fehlen. Sie sät sich seither beharrlich und selbstbewusst selber aus, manchmal muss ich sogar eingreifen, wenn sie sich allzusehr ausbreiten will.

Wenn man die Stockrose nicht versamen lässt und sie rechtzeitig zurückschneidet, kann die eigentlich zweijährige Pflanze Kräfte sammeln und blüht oft mehrere Sommer nacheinander. Sie wird dann aber leider auch immer anfälliger für Malvenrost. Dieser Pilz nistet sich auf der Blattunterseite ein und verursacht dort braune Punkte, die wie Pusteln aussehen. Die Blätter werden braun und sterben ab.



Stockrosen stehen gerne sonnig und - vor Wind - geschützt, z.B. vor einer sonnigen Mauer oder einem Zaun. An exponierten Stellen sollten sie angebunden werden, da die Stängel an der Basis abbrechen können. Genügend Feuchtigkeit und Stickstoff (Hornspäne, im Frühjahr) sind wichtig. Die Blüten werden gerne von Bienen und Hummeln besucht.


Heute sieht man die Stockrosen viel öfter. Immer noch eine beliebte Bauerngartenpflanze, findet man sie auch in modernen Kies- und Steingärten und sogar mitten in Städten, wo sie kleinste Asphalt- und Betonritzen erobert.



Donnerstag, 3. Juli 2014

Strandmatte und Picknick

Die Sommerferien stehen für viele vor der Tür. Baden, wandern, picknicken sind angesagt und die Vorfreude bei jung und alt ist gross!

Wir werden unseren Entdeckergeist ausleben, aber zwischendurch auch das "Nichtstun" geniessen!

Dafür habe ich ein paar schöne Zutaten, sehen Sie selbst:



In meinem Online-Laden 'Belles Fleurs'  führe ich wunderschöne Wohnaccessoires und romantisches Geschirr des dänischen Labels GreenGate.

                                                                                        













Im Hintergrund blüht überreich 'Blush Rambler'. Diese wüchsige Sorte hat kleine, becherförmige, hellrosa Blüten. Sie sitzen in grossen Büscheln. Sie blüht nur einmal, dafür prächtig. Im Herbst und Winter ist sie mit  hübschen, kleinen Hagebutten geschmückt.




 Mit der Strandmatte 'Summer' von GreenGate können Sie wunderbar relaxen. Für den Transport können Sie sie zusammenrollen. Zudem hat sie einen praktischen Tragegriff.




Die Strand-/Badetasche 'Agnes' von GreenGate ist aus wasser- und schmutzabweisendem Wachstuch genäht. Sie hat praktische Aussentaschen.
 


 Ich wünsche Ihnen eine erholsame, erlebnisreiche und tolle Ferienzeit




Donnerstag, 19. Juni 2014

Rosige Zeiten

Die Rosenblüte begann dieses Jahr sehr früh und sie dauert zum Glück noch an. Die alten Rosen blühen in einer Fülle und Pracht, dass es mich immer und immer wieder in ihre Nähe zieht. Schon allein der Duft ist wunderbar und meine Nase konkurrenziert mit der Arbeit der vielen Hummeln, Bienen und anderen Bestäubern.



Rosa moschata 'Trier'
Diese Rose des Züchters Lambert (1904) bildet einen aufrechten Strauch mit kleinen, fast einfachen, cremegelben, halbgefüllten Blüten. Die Knospen sind rosa überhaucht.
Der Strauch ist im Juni mit Blüten übersät, blüht aber den ganzen Sommer über.
Pemperton kreuzte 'Trier' mit einer Reihe anderer Rosen, die heute als Moschata-Hybriden bezeichnet werden.
Rosa moschata 'Trier'
Rosa moschata 'Trier'
Rosa gallica 'Complicata'

 'Complicata'
Die Gallica-Rose ist überhaupt nicht kompliziert. Im Gegenteil: Sie wächst kräftig und ist sehr robust. Sie ziert unseren Obstgarten und leuchtet mit ihren kräftigrosa, 6 - 10 cm grossen Blüten mit heller Mitte durch die Wiesenblumen und -gräser. Die grossen, roten Hagebutten werden -
bei uns -  von den Vögeln gemieden und erfreuen uns das ganze Winterhalbjahr durch.



'Brewood Belle'
Dieser öfterblühende Rambler kann gut 3 m hoch werden. Ich ziehe ihn am Rosenbogen, zusammen mit 'Blush Noisette'. Die intensiv gefärbten Blüten in einem leuchtenden Korallenrosa sind ein Hingucker! Im Verblühen sind sie silbrig überhaucht.

 
'Brewood Belle'
'Blush Noisette', 'Brewood Belle', Rosa alba 'Semiplena'
 'Blush Noisette'
'Blush Noisette' ist ein öfterblühender Rambler, der nicht allzugross wird. Die dunkelrosa Knospen bilden locker gefüllte, zarte, rosa Blüten. Sie blüht bis in den Herbst.
'Blush Noisette'
Fingerhut (Digitalis) und Rosa alba 'Semiplena'





'Léda'
Diese fantastische Rose in milchigem Weiss ist karminrot umsäumt und hat ein knopfartiges Auge. Die Knospen sind ebenfalls Karminrot, was ein wunderschönes Wechselspiel ergibt. Es handelt sich um eine Damaszenerrose. Sie ist winterhart und sehr krankheitsfest.

'Léda'

'Léda' und Bartnelken

Sonntag, 8. Juni 2014

Zarter Abschied



Nach einem eher warmen April waren die Temperaturen im Mai 2014 recht tief. Gerade die Nachttemperaturen haben den Vorsprung vieler Frühlingsblüher schrumpfen lassen.

Durch die intensive Hitze sind nun endlich die wartenden Mohnblüten in großer Zahl aufgeplatzt und präsentieren ihre knittrige Schönheit. Auch die letzten (späten) Irisblüten geben einen fulminanten Abschied.

IRIS

FLORENTINE SILK(links)
Ein traumhafte Iris mit pfirsichrosa gefärbten Domblätter und lavendelfarbenen Sepalen (Hängeblätter) mit lavendelrosa Rand. Ein harmonisches Bärtchen in pfirsich-orange mit blauer Spitze verleiht ihrer Eleganz etwas fröhliches. Mein absoluter Liebling - lange und späte Blüte.

MERITAGE (rechts)
Eine große purpur-weinrote Blüte. Dieses Jahr mit sehr reicher Blüte.



BURGERMEISTER (zwei Bilder)
Gemsfarbene Blüte mit einem Hauch Lavendel. Rosaviolette Sepalen mit lila Bärtchen. Duftet lecker nach     Schokolade!




POT D'OR (rechts)
Eine Iris zum Träumen. Die stark gewellten Ränder sind noch zusätzlich gezankt. Hier in Kombination mit blauem Stauden-Lein (Linum perenne 'Nanum Saphir').
Eine liebliches Paar.


THRILLER (unten)
Große auberginenfarbene Blüten auf hohen Stilen.




DYONISO (rechts)
Burgunder- bis malvenfarbige Blüte mit hellblauem Bärtchen.










MOHN

Heute Vormittag habe sich zahlreiche Mohnblüten geöffnet. Besonders auffällige präsentiert sich 'Mambo'.

'MAMBO'  (drei Bilder)























Mambo ist die grossblütige Schwesternsorte von 'Marlene'. Beides sind standfeste Züchtungen der Staudengärtnerei  'Gräfin von Zeppelin'.
Die weinrote Farbe lässt sich gut mit helleren Rosen oder pastellfarbenem Storchenschnabel kombinieren.
Im Hintergrund blüht die 'KleineTänzerin'.







KLEINE TAENZERIN (links)          

Mit einer Höhe von 60 cm ist die 'Kleine Tänzerin' eine sehr standfeste Staude mit eher kleinen aber zahlreichen Blüten.












PATTY'S PLUM (unten)
Diese begehrenswerte englische Züchtung mit ihrer außergewöhnlichen Blütenfarbe begeistert viele Mohnfreunde. Die violettpurpurne Blüte passt herrlich zu hellenrosa Pfingstrosen.








Mittwoch, 4. Juni 2014

Die schöne Unbekannte

In unserem Garten finden sich vier sehr alte Rosenstöcke derselben Sorte. Auch in Nachbarsgärten und in den naheliegenden Dörfern ist sie zu finden. Daher wird sie von älteren Einwohnern nach dem hiesigen Dorf "Mülchi-Röseli" genannt. (Nebenbei: Mülchi hat in seinem Wappen ebenfalls eine Rose, vermutlich eine Rosa canina, Hecken- oder Hundsrose).

Die wunderschöne Rose in kräftigem Pink, die vermutlich schon unseren Urgrossmüttern gefallen hat und in den umliegenden Dörfern fleissig getauscht und verschenkt wurde, hat eine überwältigende erste Blüte. Dieses Jahr schon ende Mai, anfangs Juni. Sie verströmt den typischen Duft des Rosenöls.

 

Ich vermute, dass es sich um eine Remontant-Hybride handelt. Die erste Blüte im Frühsommer ist stark gefüllt, die Nachblüte im Herbst weniger und fällt spärlich aus. Daher trägt sie auch nur wenige Hagebutten. Die aufrechten, steifen Triebe sind mit kräftigen, hakenförmigen Stacheln bewehrt.




 Die Rose ist sehr frosthart. Sie hat bei uns schon mehrere eisige Winter problemlos überstanden. Auch unsere bisenexponierte Lage scheint ihr nichts auszumachen. Leider ist sie sehr anfällig für Pilzkrankheiten wie Sternrusstau.

Freitag, 23. Mai 2014

Tanz der Elfen




Sind Ihnen die Bilderbücher des Künstlers Ernst Kreidolf ein Begriff? (Ernst Kreidolf Biografie)
Als Kind bestaunte ich die Blumenwesen, mir gefielen die zarten Aquarelle. 


Es war eine wunderbare, geheimnisvolle und märchenhafte Welt, die sich mir da auftat.



Im Moment erinnert mich mein Garten ein bisschen an Kreidolf's nostalgische Bilderbücher. Die Akeleien (Aquilegia) sehen aus wie hunderte, tanzende Elfen. Darüber wachen die eleganten Schwertlilien (Iris). Und die etwas "gesetzteren Damen" in diesem bunten Reigen bilden die Bauern-Pfingstrosen (Paeonia officinalis).

Sonntag, 18. Mai 2014

Pfingstrose und Katzenminze - ein Traumpaar




Die wunderbare 'Coral Charm' (Paeonia Lactiflora.-Hybr.- Edel-Pfingstrose) blüht schon sehr früh im Jahr.  Die anmutig geformte Blüte beeindruckt durch ein reiches Farbenspiel von korallenrosa zu lachs bis hin ins orangegelb.  Gemeinsam mit der Katzenminze Nepeta racemosa 'Superba' oder auch Nepeta x faassenii 'Walkers Low' bietet sie ein harmonisches Bild. Verwöhnen Sie die Pfingstrosen im Frühling mit etwas Kompost. Stickstoffarmer Dünger und jährlich eine Prise Kalk gefallen ihr ebenfalls.

Pflegetipp - Katzenminze: Schneiden Sie die Katzenminze unmittelbar nach der ersten Blüte radikal auf 5 cm zurück. Sie werden (bei den meisten Katzenminzen) eine wunderbare zweite Blüte Anfang September erleben!

Zu Pfingstrosen empfehle ich gerne die Sorte Nepeta x faassenii 'Walkers Low'. Sie versamt sich kaum, hat eine üppige Nachblüte und wird selten durch Katzen geplagt. 

Gut zu wissen: Viele Nepeta-Arten und Sorten üben eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Katzen aus. Es gibt Nepeta-Arten in denen sich Katzen intensiv herumwälzen. (Einige hölzerne Grill-Stöckchen, schräg in die Pflanze gesteckt, unterbindet schnell diese Angewohnheit.)
Verursacht wird dieses Verhalten durch die chemische Verbindung Nepetalacton, die Katzen für ein paar Minuten in einen Rauschzustand versetzt. 

Den höchsten Anteil dieses Stoffes besitzt Nepeta cataria. Zitronenduftende Arten hingegen werden eher gemieden.

Katzenminze / Gute Sorten sind: Die Sorten Nepeta x faassenii 'Six Hills Giant' und Nepeta x faassenii 'Walker's Low', welche beide ca 60-90 cm hoch werden, wurden von der Deutschen Staudensichtung jeweils mit 3 Sternen (***= ausgezeichnet) bewertet. Nepeta racemosa 'Superba' (ebenfalls 3 Sterne) ist meine persönliche Lieblingssorte und wächst mit 30-40 cm sehr kompakt. Sie eignet sich ideal als charmante Wegeinfassung. Diese breit polsterartig lagernde Sorte ist wüchsig und standfest - ein absolut robuster Dauerblüher. Sie startet als eine der frühesten Katzenminzen und begleitet so lieblich eine Gruppe von Iris barbate-elatior (Hohe Schwertlilie) oder Türkischen Mohn.

Passende Katzenminzen können Sie bei jeder guten Gärtnerei in der Schweiz beziehen oder mit Sortenbezeichnung bestellen lassen. 

Online finden Sie bei der Staudengärtnerei Gaissmayer, Illertissen - DE weitere wertvolle Informationen:  http://www.pflanzenversand-gaissmayer.de