Freitag, 28. August 2015

Spätsommertage

Die frühen Birnen sind nun reif. "Williams" ist eine herrlich süsse und saftige Sorte. Man darf sie ja nicht zu lange am Baum hängen lassen, kaum wechselt sie in der Farbe von Grün zu einem Hauch von Hellgelb, sollte man sie pflücken, sonst wird sie schnell mehlig. Lange lagern lässt sie sich leider nicht.


Das Arrangement der goldgelben Birnen mit den Küchenaccessoires in "warm grey" von GreenGate wirkt farblich sehr harmonisch.

Belles Fleurs - Schöne Kombinationen in Grau


Leider blüht in unserem Bauerngarten im Moment nicht allzuviel.  Dankbar bin ich für die goldigen Blütenköpfe der Stauden-Sonnenblume.




 Die im Frühjahr ausgesäten, einjährigen Sommerastern blühen in einer bunten Farbmischung.


Die Clematis "Summer Snow" oder auch "Paul Farges" genannt, blüht jetzt den zweiten Sommer und erobert langsam unsere Laube. 


Zarte Blüte der Rose "Bonica 82" in Kombination mit lila Drachenkopf.


 Der unverwüstliche Sonnenhut (Rudbeckia) blüht ab Hochsommer unermüdlich und bis in den Spätherbst.


Blick in unser Treibhäuschen. Endlich können wir die im Februar/März ausgesäten Tomaten geniessen. Unsere Sorten sind: "Babuschka", "Black Plum" und "Basler Röteli". Die Samen beziehen wir aus der biologischen Samengärtnerei  Zollinger


"Babuschka" ist unsere grosse Favoritin. Sie ist nicht nur gross an Gewicht (dieses Exemplar wiegt ca. 700 Gramm), sondern auch gross an Geschmack.
Wir lieben Brotschnittchen mit dem Frischkäseaufstrich "Gala" und eine Scheibe Tomate darauf, mmmh!!

Mittwoch, 19. August 2015

Eine Bergtour

Wir sind früh am Morgen gestartet. Es ist schon schwül und wir kommen mächtig ins Schwitzen. Dann erblicken wir diese Spinnennetze und halten dankbar ein: Welch Wunder der Natur!






Bald schon lichtet sich der Nebel: Was für eine fantastische Stimmung!


Mittwoch, 22. Juli 2015

Meertrübeli und Chroosle

Meertrübeli (Johannisbeeren) und Chroosle (Stachelbeeren) gehörten als Kind nicht gerade zu meinen Lieblingsbeeren. Sie waren mir einfach zu sauer.

Heute schätze ich die schönen Beeren sehr, v.a. die Johannisbeeren lassen sich zu feinem Gelee, Konfitüre, Kuchen und Wähen verarbeiten. Die Kombination von süss und sauer gefällt mir jetzt ausgezeichnet.


Meine Kinder halten es mit Ihrer Vorliebe genau wie ich früher: Sie stehen mehr auf Erd- und Himbeeren. Bei meinen geliebten Meertrübelikuchen sind sie nur mässig begeistert.
Die Gefriertruhe immer mit diesen Beeren zu füllen, ist auch nicht die optimale Lösung.
Ja, was macht man dann mit einer riesigen Ernte von zwei grossen Johannisbeersträuchern und einem Stachelbeerbäumchen?



 Die Lösung heisst: Sirup!
Mit meinen Meertrübeli und Chroosle Sirups punkte ich sogar bei Erwachsenen, die sonst eher nicht mehr so auf Sirüpli stehen;-)
Am Morgen angemacht und kalt aus dem Kühlschrank serviert ist dieser Sirup herrlich erfrischend, vor allem jetzt bei diesen heissen Temperaturen.




Das Rezept ist denkbar einfach:

Meertrübeli Sirup

  • 1 kg Johannisbeeren
  • 2 Liter Wasser
  • 1 Liter beiseite gestellter Saft
  • 500 - 600 g Zucker
  • Minzenblätter, nach Belieben
Da die Beeren sehr viel Pektin enthalten, muss für die Saftgewinnung doppelt so viel Wasser wie Beeren verwendet werden, weil sonst der Sirup beim Einkochen gelieren würde.
Johannisbeeren (ich wasche sie und entferne Blätter, entstiele sie aber einfachhalber nicht) mit 2 Litern Wasser in einer Pfanne aufkochen. Zugedeckt köcheln, bis die Beeren platzen. Auf der ausgeschalteten Platte noch ca. 10 Min. ziehen lassen. Nach Belieben jetzt Minze beifügen.

Durch ein feines Tuch giessen und gut abtropfen lassen. Wenn zu fest ausgedrückt wird, wird der Sirup trüb.
Für den Sirup 1 Liter Saft mit dem Zucker unter Rühren aufkochen, abschäumen, siedend heiss randvoll in saubere, vorgewärmte Flaschen füllen und sofort verschliessen.

Haltbarkeit: Kühl und dunkel ca. 1 Jahr. Einmal geöffnet, Flasche im Kühlschrank aufbewahren.

Chroosle Sirup
  •  2 kg Stachelbeeren 
  • ca. 5 dl Wasser
  • pro Liter Saft ca. 500 - 600 g Zucker
  • fein mit Pfefferminze 
Zubereitung wie Meertrübeli  Sirup. 



Für alle, die die Kombination von süss-sauer lieben, hier noch mein absolutes Lieblingsrezept für meringuierten Johannisbeerkuchen: 
  • 1 Mürbeteig rund, blind gebacken (fertig gekauft oder selbstgemacht)
  • 3 Eiweiss
  • 1 Prise Salz
  • 180 - 200 g Zucker
  • 1 Vanillezucker
  • Johannisbeeren
Die Eiweiss mit dem Salz steif schlgen.  Zucker und Vanillezucker beifügen und weiter schlagen bis das Eiweiss glänzt.
Beeren unter den Eischnee heben und auf dem gebackenen Mürbeteigboden verteilen.
Backen: 10 Minuten (5 Minuten davon mit Alufolie abdecken) in der Mitte des Ofens bei 220 Grad.

Am besten lauwarm servieren

Uebrigens, den wunderschönen Krug, das Teller, das Küchentuch und die herzigen Papier-Trinkhalme können Sie über meinen Online-Shop Belles Fleurs bestellen
(für Leser/innen aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein).
 



Montag, 13. Juli 2015

Liebliche Skabiosen

Skabiosen bringen eine wunderbare Leichtigkeit in den Garten. Sie gaukeln im Wind wie die Schmetterlinge, welche sie gerne besuchen.




Skabiosen können problemlos aus Samen gezogen werden. Die mehrjährige Staude liebt einen vollsonnigen Standort und hält auch längere Trockenperioden gut durch. Sehr hübsch sind auch die Samenstände.




Wunderschön ist dieses samtige, dunkelrote Exemplar mit den weissen Staubgefässen.





 Skabiosen werden gerne mit der Wiesen-Witwenblume Knautia arvensis verwechselt.



Dienstag, 30. Juni 2015

Stürmische Eroberungen

Ramblerrosen wachsen in den Himmel, sie erobern Bäume, Bogen, Schuppen und Lauben.
Je nach Sorte haben sie ein enormes Wachstum und erfreuen uns mit einer überwältigenden Anzahl von Blüten.
Die meisten Ramblerrosen sind einmalblühend. Dafür sind sie im Herbst mit herzigen Hagebutten geschmückt. Diese sind auch hübsch in herbstlichen Sträussen und winterlichen Gestecken.

'Brewood Belle' und 'Blush Noisette'

'Blush Noisette' mit Staudenclematis 'Fascination'

 An unserem Rosenbogen blüht 'Brewood Belle' in einem leuchtenden Korallenrot. Beim Verblühen sind die Blüten silbern überhaucht. 'Brewood Belle' ist sehr wüchsig und, wie man sieht, kann ich sie kaum im Zaum halten.

Daneben blüht 'Blush Noisette'. Noisetterosen gelten als frostempfindlich und ich packe sie im Winter in Jute ein. Bis jetzt habe ich sehr gute Erfahrungen mit ihr gemacht. Sie blüht in einem hellen Zartrosa. Die Knospen sind Dunkelrosa gefärbt.




'Adélaide d'Orléans'


























In den alten Mirabellenbaum wächst äusserst grazil die Ramblerrose 'Adélaide d'Orléans'. Der elegante Name passt wunderschön zu dieser zauberhaften Rose. Die zart wechselnde Farbe beim Aufblühen vom dunklen Rosa der Knospen ins Weiss ist herrlich. Diese Rose wirkt mit ihren langen, schlanken Trieben feenhaft graziös, ist dabei aber sehr robust. Sie blüht im Spätsommer oftmals nochmals nach.

 Das alte Hühnerhaus wird gleich von zwei Seiten von Ramblern in Beschlag genommen: Hier sehen sie 'Bobby James'. Dieser wuchsfreudige Rambler duftet herrlich und die Bienen und Hummeln tummeln sich gerne in seinen Blüten. 


'Bobby James'
























  Das Gleiche kann man auch von dieser Rose sagen: 'Blush Rambler'. Wunderschön, mit betörendem Duft! Sie trägt überreich Blütendolden.  In zwei, drei Jahren wird das Hühnerhaus komplett von den zwei Ramblern überwachsen sein.








'Chevy Chase'

Noch jung und relativ klein an unserem Spalier ist 'Chevy Chase', aber sie hat grosses Potenzial. Die Farbe ist aussergewöhnlich für einen Rambler.

Zwar kein Rambler, aber ebenso wuchsfreudig ist die 'Rosa multiflora'. Sie kann sich zu einem mächtigen Strauch auftürmen. Die einfachen Blüten sehen in ihrer Masse fantastisch aus. Der Duft ist unbeschreiblich und die hübschen, orange-roten Habebutten suchen ihresgleichen. Keine Pflanze in unserem Garten wird von sovielen Insekten besucht, wie diese Rose.

'Rosa multiflora'